Reederei Jüngerhans rüstet Maschinen für slow steaming nach

01.02.2010

Mit dem Ziel einer deutlichen Reduzierung der Bunkerkosten hat die Reederei Jüngerhans aus Haren (Ems) für zwei Schiffe ihrer Flotte einen Vertrag über die Nachrüstung von "Upgrade Kits" für langsame Fahrt, das so genannte "Slow Steaming", mit dem Motorenhersteller Wärtsilä abgeschlossen. Die beiden 1997 bei MTW Wismar entstandenen 1.900 TEU-Containerschiffe MS "KLAUS J" und MS "HELENE J" sind mit einer 7-Zylinder-Hauptmaschine vom Typ Wärtsilä RTA62U ausgestattet.

"Diese Nachrüstungen werden den Schiffen ein erhebliches Maß an Flexibilität verleihen und sie zugleich optimal an die derzeit schwierigen Marktbedingungen anpassen, da sie große Kosteneinsparungen ermöglichen. Die Schiffe können je nach Bedarf sowohl langsam fahren, behalten aber auch die Möglichkeit zur Beibehaltung der vollen Geschwindigkeit", erläutert Herm Jüngerhans, geschäftsführender Gesellschafter der Familienreederei.

Für Schiffe mit Wärtsilä "RTA-" und "RT-flex low-speed"-Maschinen mit mehr als einem Turbolader hat der Motorenhersteller ein "Upgrade Kit" entwickelt, mit dem Reedereien und Operator in die Lage versetzt werden, erhebliche Kosteneinsparungen bei den Treibstoffkosten zu generieren, indem sie die Geschwindigkeit ihrer Schiffe flexibel und variabel gestalten können.

"Die Funktionsweise des Upgrade Kits bewirkt sowohl im regulären Lastbereich des Motors bei kontinuierlichem Betrieb als auch im Low-Last-Bereich eine deutliche Verringerung des leistungsspezifischen Kraftstoffverbrauchs", erklärt Jürgen Gerdes, Direktor von Wärtsilä Services Schweiz.

"Die betriebliche Flexibilität war ein wichtiger Faktor für unsere Entscheidung, die Wärtsilä-Lösung zu wählen. Wir gehen davon aus, dass das Upgrade-Kit unseren Schiffen Wettbewerbsvorteile einbringen werden. Wir wollten eine zuverlässige Lösung für das 'Slow Steaming' um auf dem Markt attraktiv zu sein und zugleich einen Vorteil für die Charterer bieten zu können", ergänzt Herm Jüngerhans.