Jahresrückblick 2008

24.12.2008

Das war das Jahr ...
Ein Jahresrückblick der Reederei Jüngerhans

In wenigen Tagen wird das Jahr 2008 hinter uns liegen. Und manch einer mag denken, es sei noch schneller vergangen als alle seine Vorgänger. In dieser Zeit, in der in den Medien, in der Politik, im Verein und sicherlich auch in vielen Familien Rückschau auf das Erlebte im ausgehenden Jahr gehalten wird, wollen auch wir kurz Bilanz ziehen:

Insgesamt gesehen war das Jahr 2008 für die Reederei Jüngerhans wiederum von einigen bedeutenden Ereignissen geprägt. So konnten wir in diesem Jahr insgesamt drei neue Schiffe in die Flotte übernehmen und die neue Lagerhalle, mit deren Bau im letzten Jahr genommen wurde, in Betrieb nehmen.

Im Februar wurde mit MS "JOHANN J" das letzte Schiff aus der Serie der 8.000 tdw-Schwergutschiffe von der portugiesischen Werft ENVC abgeliefert. Die Werft hat seit 1991 schon über 30 Schiffe in stets hoher Qualität für unsere Reederei gebaut.

Im gleichen Monat wurde der 21. Oltmann Gruppe Tonnagesteuer Renditefonds zum Vertrieb freigegeben und wiederum aufgrund der guten Vertriebsleistung der Oltmann Gruppe innerhalb nur weniger Wochen komplett platziert.

Im Mai fand auf der vietnamesischen Werft NASICO der Stapellauf für ein 700-TEU-Containerschiff statt, das in dem Design der bereits auf der Detlef-Hegemann-Rolandwerft von uns gebauten Schiffe erstellt wird. Leider haben vor allem organisatorische und vom Management der Werft zu vertretende Mängel zwischenzeitlich zu einer nicht unerheblichen Bauverzögerung geführt. Die Reederei ist daher aufgrund der vertraglichen Konstellation von der Abnahmeverpflichtung zurückgetreten.

Im Juni fand auf der chinesischen Werft Jiangdong dann der Stapellauf für das erste aus einer Serie von Schiffen des Typs "SSW 1000 Super" statt. Nach den Vereinbarungen sollen alle Schiffe, dieses besonders innovative Schiffsdesigns, in die Flotte des Befrachtungsunternehmens ARKON Shipping gehen.

Im Juli wurde das auf der spanischen Werft Gijon gebaute 925 TEU-Containerschiff MS "PERSEUS J" an die Reederei übergeben. Das Schiff fährt unter deutscher Flagge im Feederdienst zwischen dem Ostseeraum und Westeuropa.

Im August konnten wir erneut zwei junge Auszubildende zur Schifffahrtskauffrau sowie einen Jahrespraktikanten der FOS in unserem Team begrüßen.

Im September ist das Jüngerhans-Team dann erneut gewachsen. Diesmal jedoch nicht durch Akquisition, sondern durch Nachwuchs: unsere Mitarbeiterin für Investor Relations, Janita Lambers, geb. Neerken, hat eine kleine Tochter, Emma Madita, zur Welt gebracht.

Im Oktober wurden mit MS "CORVUS J" und MS "CETUS J" zwei weitere Schiffe unserer Flotte unter die deutsche Flagge gebracht. Damit erfüllt die Reederei Jüngerhans ihren Anteil an der im 5. Maritimen Bündnis gemachte Zusage, insgesamt 500 Schiffe unter die deutsche Flagge zu bringen.

Im gleichen Monat wurde mit MS "APUS J" das erste aus der Viererserie der 10.000 tdw-Schwergutschiffe abgeliefert. Die Jungfernfahrt führte das Schiff nach Hamburg, wo das Schiff von Frau Silvia Menke, der Ehefrau unseres Leiters der Buchhaltung, getauft wurde.

Im November feierten wir gemeinsam mit allen Kollegen das 25jährige Betriebsjubiläum von Angela Lakeberg und haben mit Kapitän Heinz Husmann einen ebenso langjährigen Weggefährten in den Ruhestand verabschiedet. Wir freuen uns, dass er der Reederei mit seiner langjährigen Erfahrung und Besonnenheit auch weiterhin für die Mitarbeit in Neubauprojekten und Werftzeiten zur Verfügung stehen wird.

Im Dezember haben wir, fast zeitgleich mit dem Vertriebsstart des 25. Oltmann Gruppe Tonnagesteuer Renditefonds, der in bewährter Weise wieder in ein Container- und ein Schwergutschiff investiert, unsere Homepage einem gründlichen Redesign unterzogen. Einige Informationen wurden ergänzt und die Optik dem neuen grafischen Erscheinungsbild der Reederei angepasst.

In vielerlei Hinsicht waren und sind vor allem die letzten Wochen des Jahres von der Finanz- und Wirtschaftskrise geprägt, deren Auswirkungen auch in der Schifffahrt spürbar sind. Die deutlich abgekühlte Konjunktur in fast allen bedeutenden Volkswirtschaften der Welt, sowie ein nachlassendes Konsumverhalten haben unmittelbare Auswirkungen auf die Transportvolumina, vor allem in der Containerschifffahrt. Dies wirkt sich auch in den Charterraten der neu abzuschließenden Charterverträge aus. Erfreulicherweise ist die Projekt- und Schwergutschifffahrt von diesen Veränderungen kaum betroffen, da hier vor allem langfristig geplante Investitionsgüter transportiert werden. Erfreulich ist auch, dass für alle von unserer Reederei bestellten Schiffe bereits feste Finanzierungszusagen renommierter Banken vorliegen und wir daher von der sog. "Kreditklemme" nicht betroffen sind.

Die Vorzeichen für einige "Großereignisse" des kommenden Jahres sind bereits jetzt erkennbar. Wir erwarten wiederum die Ablieferung einiger Schiffe, die unsere Flotte, mit einem Durchschnittsalter von heute schon unter 5 Jahren weiter verjüngen wird. Wir gehen davon aus, dass die Einschätzungen vieler Marktexperten zutreffen und es im zweiten Halbjahr des kommenden Jahres auch wieder zu einer Belebung der Chartermärkte kommen wird. So dürfen wir durch das aktive Engagement der Besatzungen an Bord der Schiffe, der Mitarbeiter in der Reederei, sowie durch viele langjährige und gute Geschäftspartner zuversichtlich eine weiterhin positive und erfolgreiche Entwicklung unserer Reederei erwarten.


Haren (Ems) im Dezember 2008

Familie Jüngerhans