Vier 1.000-TEU Containerschiffe aus China

16.12.2016

Chinesische Werft baut vier 1000-TEU-Containerschiffe – Technisches und kommerzielles Management aus Haren (Ems)


Auf der chinesischen Werft Zhoushan Changhong International Shipyard Co., Ltd. entstehen zurzeit vier Containerschiffe, deren Bereederung nach ihrer Ablieferung durch unsere Reederei erfolgt. Die Schiffe verfügen über eine Kapazität von jeweils 1.004 Stellplätzen für 20-Fuß-Standardcontainer. Durch eine besonders energieeffiziente Hauptmaschine und die bordeigene Abgasentschwefelungsanlage werden höchste Umweltstandards erfüllt. Das Schiffbaudesign wurde in Punkto Abmessungen, Ladekapazität und Antriebskonzept genau auf die Anforderungen ihres künftigen Fahrtgebietes zugeschnitten.


Betrieben werden die Containerschiffe künftig in europäischen Linienverkehren durch die zur englischen Peel-Group gehörenden B.G. Freight Line. Neben intra-europäischen Verkehren werden auch sogenannte „Feederdienste“ angeboten. Deren Bezeichnung stammt vom englischen Wort „to feed“ = füttern. Die großen Containerlinien mit wenigen Anlaufhäfen in Europa werden gewissermaßen „gefüttert“ durch den Weitertransport von und zu kleineren Häfen vor allem entlang der Küsten von Nord- und Ostsee sowie der britischen Inseln.


Ebenfalls am traditionsreichen Schifffahrtsstandort Haren (Ems) ansässig ist der Befrachtungsmakler Arkon Shipping. Auf dessen Vermittlung kam der Vertrag über die Beschäftigung der Schiffe zu Stande. Auf die Frage, wie es zur Bestellung neuer Schiffe angesichts häufiger Meldungen über Überkapazitäten in der Schifffahrt gekommen sei, erklärt Arkon-Geschäftsführer Torsten Westphal: „Diese Schiffe wurden nicht spekulativ bestellt, sondern entsprechend der konkreten Anforderung eines Kunden entwickelt, projektiert und gebaut.“ Es sei gelungen, leistungsstarke und renommierte Partner für das anspruchsvolle Projekt zusammenzubringen um moderne und umweltfreundliche Schiffe zu bauen.


Vor wenigen Tagen erfolgte auf der Werft der erste Stahlschnitt für die ersten beiden Schiffe. Deren Ablieferung ist für Oktober und Dezember nächsten Jahres geplant. Die beiden Schwesterschiffe sollen ein Jahr später folgen. Bei der Reederei Jüngerhans freut man sich darauf, nach rund sieben Jahren erstmals wieder Schiffsneubauten in Fahrt setzen zu können. „Die vergangenen Jahre waren wohl die schwierigsten in unserer Firmengeschichte“, resümiert Stefan Jüngerhans. Zur Flotte der von Jüngerhans bereederten Schiffe gehören derzeit 35 moderne Container- und Schwergutschiffe. Die Vorfahren der beiden Brüder sind nachweislich seit zwölf Generationen immer in der Schifffahrt tätig gewesen. Der Familienname Jüngerhans taucht erstmals schon in einer Urkunde über Harener Schiffseigentümer aus dem Jahr 1615 auf. In den vergangenen 40 Jahren wurden über 100 Schiffe bei Werften weltweit in Auftrag gegeben und in Dienst gestellt; davon wurden 65 Schiffe zwischenzeitlich wieder verkauft.


In der aktuellen Ausgabe des HANSA INTERNATIONAL MARITIME JOURNAL (12/2016) finden Sie hierzu einen Artikel.