Schwergutschiffsneubau abgeliefert

15.09.2016


Für das erste aus einer Serie von insgesamt vier modernen Schwergutschiffen hat die Harener Reederei Jüngerhans die Bereederung übernommen. Gebaut wird die Serie auf der Werft Huanghai Shipbuilding Co., Ltd. im chinesischen Rongcheng. Es handelt sich um eine in vielen Punkten optimierte Version der im Markt als „F-Type“ bekannten und bewährten Schiffe. Bei einer Länge von 147 Metern und einer Breite von 22,80 Metern wird auf einem Tiefgang von 8,10 Metern eine Tragfähigkeit von 12.500 Tonnen (TDW) erreicht.


Unter einer großen durchgängigen Luke (76,5 x 17,6 Meter) bietet der boxförmige Hauptladeraum mit flexibel höhenverstellbaren Zwischendecks und einer hohen zulässigen Belastung des Bodens von bis zu 25t/m² die optimalen Voraussetzungen für effiziente Projekt- und Schwerguttransporte.


Die beiden auf der Backbordseite angebrachten Schwerlastkrane verfügen über eine Hebeleistung von je 250 Tonnen. Im kombinierten Betrieb können Lasten bis zu 500 Tonnen gehoben werden, ohne dass dafür ein Stabilitätsponton ausgebracht werden muss. Für den Stückguttransport steht außerdem ein 45-Tonnen-Hilfshub zur Verfügung. Das Lukensystem besteht aus vollautomatischen Faltdeckeln und lediglich zwei Pontondeckeln.


Schiffbauliche Optimierungen der Rumpflinie sowie des Antriebssystems mit Ruder- und Propelleranlage und einer modernen 2-Takt-Hauptmaschine vom Typ MAN 5G45ME-C9.5 mit einer Leistung von 4.800kw sorgen unter größtmöglicher Energieeffizienz für eine Geschwindigkeit von 15 Knoten. Die Entwicklung dieses Design erfolgte in enger Zusammenarbeit zwischen dem Charterer und ARKON Shipping & Projects und berücksichtigt die Anforderungen der Ladungskunden an moderne Tonnage. ARKON Shipping & Projects hat für die Schiffe auch die längerfristige Charterbeschäftigung vermittelt. Das erste Schiff der „New S-Class 500“ ist unter dem Namen MS „INDUSTRIAL SKIPPER“ in Fahrt gekommen. Während die Reederei Jüngerhans für zwei von einer niederländischen Reederei-Gruppe georderte Schiffe zunächst die Bereederung und das technische Management übernimmt, wird ein für Oktober erwarteter Neubau für die eigene Flotte in Fahrt gebracht. Ein Schiff aus der Serie wird für eine Hamburger Reederei gebaut.